Mediterranes Gemüse, Kapern, Joghurt


Waren das die letzten Zucchini in der Biokiste in diesem Jahr? Ich vermute mal, ja. Und weil das Wetter momentan wieder eher sommerlich anmutet, habe ich schnell noch einmal eine mediterrane Gemüsepfanne bereitet - bevor sich der Herbst dann endgültig in meiner Küche niederlassen darf.

Meine Lieblingsbegleiter zu geschmortem Sommergemüse sind selbstgebackenes Brot und Joghurt - wobei ich Joghurt zu sehr vielen Gemüsegerichten als Bereicherung empfinde. Kennengelernt habe ich diese Kombination in der persischen Küche - hier gehört Joghurt einfach immer dazu und seltsamerweise schmeckt es auch zu fast allem. Naja, so seltsam ist das auch wieder nicht. Denn Joghurt ist in der Regel ja säuerlich und ein wenig Säure tut erfahrungsgemäß jedem Essen gut.

Bestimmt lassen sich in der Küchenchemie noch weitere gute Gründe finden, warum Joghurt zu so vielen Gerichten ein passender Begleiter ist. Damit habe ich mich aber noch nicht näher beschäftigt - vielleicht später einmal. Für heute reicht es mir zu wissen, dass es einfach lecker ist.

Mediterranes Schmorgemüse mit Joghurt

Meine Zutaten: Olivenöl, Zucchini, Auberginen, Lauch, Oliven, Kapern, Paprikaschoten, Gemüsepulver (selbstgemacht) oder feinst gewürfeltes Suppengemüse, kleine Tomaten, Gewürzsalz (selbstgemacht, Rezept siehe unten), eventuell Knoblauch, Joghurt (selbstgemacht)

Das Gemüse putze ich, den Lauch schneide ich in Scheiben, die Zucchini entkerne ich und schneide sie in Streifen, die Aubergine schneide ich erst in dicke Scheiben dann in lange Streifen dann in Würfel, den Paprika entkerne ich und schneide ihn in feine Streifen und die Tomaten viertele ich.

Das Olivenöl erhitze ich nicht zu stark, gebe den Lauch hinein und schwitze ihn an. Nun gebe ich Zucchini, Auberginen und Paprika (und eventuell fein gehackten Knoblauch und das Suppengemüse) hinzu und dünste alles bei geringer Hitze und ohne Zugabe von Wasser, bis das Gemüse fast gar ist (mit Biss!).

Wenn ich Gemüsepulver statt Suppengemüse verwende, schiebe ich das Gemüse jetzt zur Seite, so dass der Topfboden frei liegt. Ich gebe das Gemüsepulver auf den Topfboden und röste dieses sanft an. Anschließend vermische ich alles mit dem Gemüse.

Nun gebe ich die Kapern, die (evtl. entsteinten) Oliven und die Tomaten hinzu. Ich würze alles kräftig mit dem Gemüsesalz und lasse das Ganze kurz schmoren, bis die Tomaten erhitzt sind.

Zum Servieren reiche ich selbstgebackenes Brot und glatt gerührten selbstgemachten Naturjoghurt dazu - von dem sich jeder nach Belieben bedienen kann.


Gewürzsalz für alle Fälle

Dieses Gewürzsalz ist eine echtes Multitalent - es passt zu vielen Gerichten. Geklaut habe ich die Idee von meinem Lieblingsgewürzhändler (keine bezahlte Werbung!). Nachdem ich die gekaufte Packung aufgebraucht hatte, habe ich mir auf der Grundlage der darin aufgeführten Zutaten meine persönliche Lieblingsmischung zusammengestellt. Und so geht's:

2 gehäufte Esslöffel getrocknete Tomaten (Tomatenflocken)
3 gehäufte Teelöffel Zwiebelgranulat
1 leicht gehäufter Teelöffel Knoblauchgranulat
3 gehäufte Teelöffel Thymian
1 leicht gehäuften Teelöffel Zitronenschale
1 gestrichener Teelöffel Lavendelblüten
2 gehäufte Teelöffel Paprika edelsüß
4 Stück langer roter Pfeffer
2 gehäufte Teelöffel Rosmarin
2 gehäufte Teelöffel grobes Salz
evtl. 2 gehäufte Esslöffel getrocknete Steinpilze

Alle Zutaten zusammen in eine elektrische Mühle geben und nicht zu fein mahlen. In einem Schraubglas o.ä. im Dunkeln aufbewahrt, hält es sich viele Wochen. Es ist auch besonders gut geeignet, nette Menschen damit zu beschenken (die obige Menge lässt sich gut in zwei Portionen teilen).


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