Quittenbrot mit Datteln


Heute gibt es auf die Schnelle ein Rezept ohne viel Vorgeplänkel. Es ist Quittenzeit und ich habe eine große Kiste voller herrlich duftender Früchte geschenkt bekommen. Nach Quittenmus, Quittengelee, Quittenlikör, Quittenessig und diversen Hauptgerichten mit Quitten habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal Quittenbrot ohne Zucker hergestellt. Das Ergebnis ist dank der Datteln nicht nur gesünder sondern auch deutlich köstlicher - finde ich jedenfalls. Und so habe ich es gemacht:

Ca. 1250 g Quitten abreiben, so dass der Flaum entfernt wird, waschen und in grobe Stücke schneiden - dabei die Kerngehäuse, Stiel- und Blütenansätze entfernen (ergibt etwa 1 kg Fruchtfleisch).
500 g getrocknete, entsteinte Datteln zusammen mit den Quittenstücken in einen großen Topf geben, ca. 200 ml Wasser angießen und alles einmal aufkochen. Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Rühren Quitten und Datteln weich köcheln. Die Masse fein pürieren (ich verwendete die "Flotte Lotte" mit Reibeinsatz) und erneut aufkochen, dann alles bei schwacher Hitze zu einem dicken Brei köcheln (dabei häufig umrühren).

Den Quittenbrei fingerdick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und der Oberfläche eventuell mit einer Gabel o.ä. ein Muster geben.

Das Backblech auf die mittlere Schiene in den Backofen schieben, 100°C Umluft einstellen und einen Holzlöffel in die Backofentür klemmen, so dass die Feuchtigkeit ständig entweichen kann. Nach einer Stunde die Hitze auf 75°C reduzieren. Nach einer weiteren Stunde sollte sich die Oberfläche bereits leicht lederartig anfühlen. Nun das Backpapier samt Quittenmasse auf ein Backofengitter ziehen und einige Stunden wie oben weiter trocknen lassen. Nach ca. 4 Stunden insgesamt das Quittenbrot auf ein zweites, mit Backpapier belegtes Backofengitter stürzen und das nun oben liegende Papier vorsichtig abziehen (sollte es sich noch nicht glatt lösen lassen, alles noch etwas länger trocknen). Weitere 3-4 Stunden wie oben trocknen.

Wenn die Höhe des Quittenbreis etwa um die Hälfte geschrumpft und die Oberfläche trocken ist, das Quittenbrot aus dem Ofen nehmen, vollständig auskühlen lassen und in Quadrate, Rechtecke oder Rauten schneiden. In fest schließenden Dosen mit Wachspapier zwischen den einzelnen Lagen kühl aufbewahren (aber nicht im Kühlschrank).

Wie lange sich das Quitten-Dattelbrot hält, kann ich noch nicht sagen. Weil es aber so extrem lecker ist, wird es bis Weihnachten garantiert nicht halten - eine zweite Charge ist schon fest eingeplant.

[Nachtrag, 04.01.2017: Die zweite Charge wurde produziert, das Konfekt bildete mit der Zeit ansatzweise so eine Art Sirup aus. Ich geriet - völlig unbegründet - ein wenig in Panik wegen der Haltbarkeit. Es hält sich bereits seit mehr als acht Wochen. Schmeckt übrigens herrlich zu Ziegenfrischkäse!]

Guten Appetit!

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